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Kritik an Microsofts Browserauswahl


05.11.2009
Mozilla, Opera und Google sind mit Microsofts geplantem Browser-Auswahl-Fenster nicht zufrieden und drängen auf Änderungen, berichtet die New York Times. Um einen Kartellstreit mit der EU beizulegen, will Microsoft Windows-Nutzer künftig auf Alternativen zum Internet Explorer hinweisen.

Microsoft will Nutzern von Windows künftig eine Auswahl an Browsern anbieten und damit die Kopplung von Betriebssystem und Browser aufheben. Es will so Forderungen der EU-Kommission nachkommen. Diese hatte auf Betreiben von Opera und unter späterer Beteiligung von Google und Mozilla ein Kartellverfahren gegen Microsoft eingeleitet. Ursprünglich war für Europa eine Version von Windows 7 ohne Browser geplant, doch davon ist Microsoft wieder abgerückt.

Grundsätzlich sind Google, Mozilla und Opera mit der Idee eines Browser-Auswahl-Fensters einverstanden, nur über dessen Gestaltung gibt es unterschiedliche Ansichten. Bis zum kommenden Montag hat die EU-Kommission die drei zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Laut New York Times ist Mozilla unzufrieden mit der geplanten alphabetischen Sortierung der Browser, bei der Apples Safari an erste Stelle stehen würde. Mozilla befürchtet, die Masse der Nutzer werde sich dann zwischen dem ihnen bekannten Internet Explorer und dem ersten Eintrag in der Liste, Safari, entscheiden. Daher plädiert Mozilla laut New York Times dafür, die Reihenfolge der Browser bei jedem Aufruf zufällig zu sortieren, um so für Chancengleichheit zu sorgen.

Opera drängt darauf, den Auswahlbildschirm neutral zu gestalten, ohne Microsoft-Logo. Zudem soll Microsoft auf die üblichen Warnungen beim Herunterladen und Installieren eines alternativen Browsers verzichten.
Quelle: Golem: http://www.golem.d


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