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Mutmaßlicher SchülerVZ-Hacker begeht Selbstmord


03.11.2009
Der 20jährige mutmaßliche Hacker des Online-Netzwerk SchülerVZ hat am Wochenende in der Untersuchungshaft Selbstmord begangenen.

Der 20-Jährige saß wegen Erpressung und Datenklau in Untersuchungshaft und beging am Wochenende in seiner Zelle in der Jugendstrafanstalt Plötzensee vermutlich Selbstmord. Jedenfalls wurde der in Einzelhaft sitzende Jugendliche in seiner Zelle tot aufgefunden und ein Sprecher der Justizverwaltung sagte am Wochenende, dass alles auf einen Selbstmord hindeute und die Kriminalpolizei ermittle.

Der aus Erlangen stammende Jugendliche hatte vor zwei Wochen versucht, in Berlin von den Betreibern von SchülerVZ insgesamt 80.000 Euro zu erpressen. Er soll im Besitz von über einer Million Nutzer-Daten von SchülerVZ gewesen sein. Nach seiner Festnahme durch die Polizei räumte er laut Angaben der Nachrichtenagentur dpa die Tat ein.
"Wir kennen keine Hintergründe und bedauern diese Entwicklung zutiefst. Allen Angehörigen sprechen wir unser Beileid aus", heißt es im Blog von SchülerVZ und es wird hinzugefügt: "Wir bitten um Verständnis, dass wir die Kommentarfunktion zu diesem Eintrag deaktiviert haben, um jeglichen Spekulationen zu Ursachen und Hintergründen - die uns nicht bekannt sind - ebenso keinen Platz einzuräumen wie Beleidigungen und Verleumdungen."
Angeblich soll der Jugendliche über eine Sicherheitslücke bei SchülerVZ an die Nutzer-Daten gelangt sein.
Spiegel.de meldet, dass der Jugendliche bereits im Mai unter dem Namen "matt56444" ein Video auf Youtube veröffentlicht hatte, indem angeblich zu sehen ist, wie ein von ihm entwickelter Crawler die Daten bei SchülerVZ und MeinVZ sammelt. Das Video ist immer noch bei Youtube abrufbar und im Erläuterungstext behauptet der Jugendliche: "Ein von mir entwickelter Bot für das sVZ bzw. mVZ.. Basiert auf PHP, JS, AJAX und diversen shell scripten die von PHP via shell_exec() aufgerufen werden. Leider noch etwas verbuggt da teilweise Profile doppelt und dreifach gecrawlt werden. Gesammelt werden die Bilder sowie ALLE zugängliche Profildaten. Die Profildaten werden dann in eine ORACLE Datenbank geschrieben und können später ausgewertet werden. In nur 4 Stunden Crawlen hat der Bot bereits ÜBER 48000 Profile besucht."
Quelle: pcwelt.de


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