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Kaspersky fordert Internetsperren

25.10.2009
Das Hauptproblem der Kriminalität im Internet ist auf die fehlende oder unzuverlässige Identifizierung der Anwender zurückzuführen.Das sagte Eugene Kaspersky, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen Antivirensoftware-Herstellers nun in einem Interview.Das Internet sei ursprünglich für einen kleinen, nicht öffentlichen Kreis von US-Wissenschaftlern und Militärs entworfen worden. Nach seiner Meinung ist es ein Fehler gewesen, es so der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Das Hauptproblem der Kriminalität im Internet ist auf die fehlende oder unzuverlässige Identifizierung der Anwender zurückzuführen. Das sagte Eugene Kaspersky, Vorstandsvorsitzender des gleichnamigen Antivirensoftware-Herstellers nun in einem Interview. Das Internet sei ursprünglich für einen kleinen, nicht öffentlichen Kreis von US-Wissenschaftlern und Militärs entworfen worden. Nach seiner Meinung ist es ein Fehler gewesen, es so der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die bisherige Identifizierbarkeit der Anwender auf Basis der IP-Adresse sei nicht ausreichend, da sie sich leicht umgehen ließe, etwa durch Nutzung von Internetcafés, Missbrauch offener WLAN-Zugangspunkte oder kompromittierter Computer.

Wenn er die Architektur des Internets ändern könnte, würde Kaspersky Internetpässe, eine Internetpolizei und ein internationales Abkommen zur Befolgung von Internetsicherheitsstandards verwirklichen. Ländern, die dem Abkommen nicht beiträten, sollten vom Netz abgeschnitten werden.

Im August 2009 hatten nach Angaben der "Rheinischen Post" CDU-Politiker ebenfalls eine Internetpolizei gefordert. Außerdem habe man über einen Internetausweis nachgedacht, mit dem Nutzer zurückverfolgt werden könnten. Es solle dabei aber nicht um die Einführung einer Zensurbehörde gehen. Allerdings hatte das Bundesinnenministerium dementiert - man wisse nichts von dem Vorhaben der Bundesregierung.
Quelle: welt.de


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