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Beta-Version von Outlook 2010 im Test


06.12.2009
E-Mail ist nicht mehr für alle Kommunikationsmittel Nummer eins. Viele plaudern lieber in Sozialen Netzwerken. Outlook 2010 reagiert auf den Trend und integriert die Statusmeldungen aus Facebook & Co.

Die Technik dafür bezeichnet Microsoft als „Outlook Social Connector“ (OSC). Der zuständige Manager Michael Affronti erklärt im Entwicklerblog: „OSC macht Outlook zu einem Werkzeug für Soziale Netzwerke.“

Der Software-Marktführer hat bereits bekannt gegeben, dass die Statusmeldungen von LinkedIn über Outlook zugänglich gemacht werden. LinkedIn ist das in den USA führende Business-Netzwerk, in dem sich Angestellte, Freiberufler und Unternehmer miteinander vernetzen. Weil LinkedIn seine Statuszeile gerade mit Twitter verknüpft hat, zeigt Outlook bei entsprechenden Kontakten dann auch die letzten Tweets an. Im Microsoft-Blog rufen bereits viele nach der Integration von Facebook – schließlich ist Microsoft an diesem Netzwerk beteiligt.

Verbindungsassistent läuft noch ins Leere

In der Beta-Version von Outlook 2010 ist die OSC-Technik bereits zu erahnen, wenn man sich in der E-Mail-Ansicht die Informationsleiste zu einem Kontakt anzeigen lässt. Hier befindet sich unter dem Foto des Mail-Absenders die Zeile „Hinzufügen“. Ein Mausklick startet einen Assistenten mit der Aufforderung: „Sie können jetzt Outlook mit Ihren sozialen Netzwerken verbinden.“

In dem folgenden Auswahlfenster ist im Beta-Test bislang nur die Option vorgesehen, sich mit einem „SharePoint“-Netz zu verbinden – das ist die Servertechnik für Microsoft Office im Unternehmen. Ein ebenfalls aufgeführter Link mit dem Hinweis „Online sind weitere Anbieter für soziale Netzwerke verfügbar“ führt bislang ins Leere – doch kann man sich hier alles vorstellen von Facebook über StudiVZ und Twitter bis Xing.

Menübänder sollen Klickstrecken verkürzen

Outlook ist möglicherweise die meistgeschätzte Office-Anwendung von Microsoft. Während bei der Textbearbeitung viele zu einer kostenlosen Alternative greifen, bekommt die E-Mail- und Terminplanungssoftware im Gespräch oft das persönliche Attribut „Mein Outlook“. Diese Anwender müssen sich umgewöhnen, wenn sie im kommenden Jahr das Update machen. Denn Outlook 2010 (in der internen Zählung wird damit die Version 14 erreicht) übernimmt die mit Office 2007 eingeführte „Ribbon“-Darstellung mit einem „Menüband“.

Diese Menübänder fassen mehrere Funktionen zusammen und verkürzen damit die Klickstrecken durch verschachtelte Optionsfenster. Für das Schreiben einer E-Mail gibt es sechs Menübänder: Datei, Nachricht, Einfügen, Optionen, Text formatieren und Überprüfen.

Allerdings wirkt die Zuordnung einzelner Funktionen zu diesen Menübändern nicht immer ganz logisch. So bietet etwa der Bereich Optionen nicht nur die Möglichkeit, ein Ablaufdatum für eine Mail festzulegen, sondern auch Farbdesigns und Seitenhintergründe – also Aufgaben, die man eher bei „Text formatieren“ vermuten sollte. Die Menübänder lassen sich anpassen. Auch kann man neue Registerkarten hinzufügen, sodass man sich wirklich ein ganz persönliches Outlook einrichten kann.

Kritik an Umgang mit HTML-Mails

Das neue Outlook verlockt mit bunten Designs dazu, sich in den Möglichkeiten der HTML-Mails auszutoben. Eine zwiespältige Sache – denn der schöne Schein löst sich ganz schnell auf, wenn der Empfänger nur Mails im klassischen ASCII-Format erhalten will.
Quelle: focus.de


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