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Neuer Versuch mit WLAN


06.12.2009
RIM legt mit dem BlackBerry Storm2 die verbesserte Version seines ersten Touchscreen-Handys auf. Der Nachfolger hat nun auch WLAN zu bieten und erfreut mit einer optimierten Touchscreen-Bedienung.

Ausstattung
Mit GSM-Quadband und UMTS-Dualband ist das Storm2 fit für den internationalen Gebrauch. Wer gerne für verschiedenste Einsatzszenarien gerüstet ist, findet in den über 40 veränderbaren Umgebungsprofilen garantiert die passende Einstellung. Sprachwahl und Sprachsteuerung gibt’s beim Storm2 ebenfalls. Für die mobile Datenübertragung steht HSDPA (7,2 MBit/s im Downlink) bereit.

Der Datenabgleich mit dem PC erfolgt per USB. Im Test war ein ganzes Musik-Album (60 MByte, 10 MP3s) in 25 Sekunden aufs Handy überspielt. Auch Bluetooth 2.0 mit dem Stereoprofil für drahtlose Musikübertragung (A2DP) gehört zur Ausstattung. Frisch aus dem Karton lassen sich noch etwa 1.830 MByte des internen Speichers für eigene Inhalte nutzen. Unser Testgerät kam außerdem mit einer microSD-Karte mit 1 GByte Fassungsvermögen bei uns an.

Navi und Fun
Das Storm2 kommt mit A-GPS-Empfänger zum Kunden. Unser Testgerät hatte außerdem die Offboard-Navi-Lösung BlackBerry-Maps vorinstalliert. In den Bereichen Kamera und Musik gibt’s im Vergleich zum ersten Storm nur softwareseitig Neues: Die 3,2-Megapixel-Kamera mit Videofunktion bietet nun erweiterte Einstellungsoptionen. Die Aufnahmen fallen angesichts recht scharf und farbtreu aus (siehe Fotostrecke).

Für die musikalische Unterhaltung steht der haueigenen BlackBerry-Player parat, der sich bequem per Touchscreen steuern lässt und satt klingt. Wer noch mehr Sound aus dem Handy kitzeln will, kann dank 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse seine eigenen Kopfhörer verwenden. Unpraktisch: Die Buchse ist seitlich am Handy angebracht. In der Tasche wirkt sich dieser Umstand schnell als störend aus.

Praxis
Businessnutzer können sich beim Storm2 über Betrachtungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten für Office-Dokumente (Office To Go) freuen. BlackBerry-typisch lassen sich auch Push-Mail und sichere Mail-Verbindungen zu Mail-Servern nutzen. Entsprechende Dienste können Sie über den Service BlackBerry-Enterprise nutzen.

Mit 112 x 62 x 14 Millimetern besitzt das Storm2 identische Maße wie sein Vorgänger. Lediglich der Akkudeckel ist etwas flacher. Auch das Gewicht ist trotz größerer Ausstattung mit 159 Gramm fast gleich. Der Akku zeigte mit knapp 4 Stunden bei voller GSM-Sendeleistung eine gute Ausdauer. Im Bereich Bedienung setzt RIM nun auf eine etwas geänderte Touchscreen-Steuerung. Das Display sitzt nun nicht mehr so „wackelig“ im Handy, funktioniert aber immer noch wie eine große Taste. Funktionen werden erst per Touchscreen vorgewählt und per mechanischem Druck aufs Display ausgeführt.

Beim ersten Storm waren so für jede Bedienung zwei Schritte nötig. Besonders das Tippen von Nachrichten war ein mühseliges Unterfangen. Beim Storm2 ist dies etwas besser gelöst. Zwar müssen Sie die virtuellen Tasten immer noch zweimal betätigen, doch das fällt durch die neue Touchscreen-Lagerung und den dadurch geringeren Druckpunkt weniger auf. Die Empfindlichkeit des Touchscreens lässt sich zudem per Menü anpassen. Die Arbeitsgeschwindigkeit des Storm2 ist angenehm flott.

Internet
Anders als sein Vorgänger, kann sich der Storm2 nun auch ins WLAN einklinken. Für das mobile Surfen kommt ein BlackBerry-Browser zum Einsatz. Die Handhabung ist allerdings nicht gut gelungen: Auch einfaches Scrollen oder Zoomen auf Webseiten wird aufgrund der Display-Technik teils zum Geduldsspiel.

Display / Akustik
Das Display stellt Bilder, Texte und Anzeigen mit 360 x 480 Bildpunkten auf 49 mal 65 Millimetern sehr hell und kontraststark dar. Ein Lichtsensor sorgt für die automatische Abstimmung der Helligkeit. Trotz einer recht guten Akustik verlief in unseren Tests das Telefonieren nicht problemfrei: Denn beim Sprechen bleibt der Touchscreen aktiv und kann so unbeabsichtigt mit dem Ohr bedient werden. Das führte im Test schon mal zu Aussetzern und abgebrochenen Verbindungen.

Fazit
RIM hat beim Storm2 vor allem zwei Dinge verbessert. Zum einen kann das Handy nun mit WLAN umgehen, zum anderen funktioniert die oft kritisierte Touchscreen-Bedienung nun etwas besser. Dazu kommen eine gute Ausstattung und ein ausdauernder Akku. Weniger gefallen haben uns der nicht optimal bedienbare Browser und die fehlende Touchscreen-Abschaltung beim Telefonieren am Ohr. Dies führte im Test sogar zu Verbindungsabbrüchen.

Alternative
Sie suchen ein Handy mit großem Touchscreen plus extra QWERTZ-Tastatur? Dann sollten Sie sich das brandneue Motorola Milestone ansehen. Das Android-Handy konnte im Test überzeugen und schaffte sogar den Sprung aufs Siegertreppchen bei den Business-Handys. Preislich liegt es mit augenblicklich etwa 440 Euro mit dem Storm2 derzeit auf gleicher Ebene.
Quelle: chip.de


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