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Lohnt sich Solid State Storage?


06.12.2009
Flash-Speicher wird zunehmend auch für den Unternehmenseinsatz interessant. Aber wann lohnt sich ein Umstieg? Die Storage Networking Industry Association (SNIA) stellt ein TCO-Tool vor, mit dem sich analysieren lässt, ab wann sich der Einsatz von Enterprise Solid State Storage rechnet.

Die Solid State Storage Initiative (SSSI) des Branchenverbands Storage Networking Industry Association (SNIA) bietet den Rechner an, um einzelne Unternehmensapplikationen zu testen. Der TCO-Calculator berechnet die Total-Cost-of-Ownership (TCO) für Festplatten- und Solid State Laufwerke und vergleicht diese.

Solid State Laufwerke kommen ohne eine rotierende Scheibe oder andere bewegliche Teile aus. Die Vorteile eines Solid State Drive im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten sind mechanische Robustheit, kurze Zugriffszeiten, niedriger Energieverbrauch und keinerlei Geräuschentwicklung. Der Hauptnachteil ist ein erheblich höherer Preis im Vergleich zu Festplatten gleicher Kapazität.

Kostenanalyse

Trotz höherer Anschaffungskosten kann sich der Einsatz von Solid State Storage langfristig lohnen. Ab wann dies der Fall ist prüft der SSSI-TCO-Rechner. Er analysiert die Kosten für Stromverbrauch, Laufwerksgehäuse/-kauf, Support und Wartung. Benutzer geben dazu einfach I/O Transfergröße, Anteil des Random-Lese-/Schreibzugriffs in Prozent und die aktuelle Plattengeschwindigkeit in RPM zu einer Applikation ein - und das Tool liefert die TCO. Komplette Rechencenter werden von dem Tool allerdings nicht geprüft.

Neben dem Rechner stellt die SSSI das Whitepaper "Total Cost of Solid State Storage Ownership: An In-Depth Analysis of Many Important TCO Factors" zur Verfügung. Es analysiert Aspekte der TCO, die bei der Auswahl von Storage berücksichtigt werden sollten. Beispielhaft dargestellt wird eine TCO-Berechnung für eine Random-Write-intensive Microsoft Exchange-Applikation mit intensiver Nutzung durch 2.000 Blackberry-Anwender. Die Berechnung vergleicht die Kosten für die Implementierung eines SSS-basierten und eines HDD-basierten Systems.

Die SNIA Europe widmet sich auf hohem Niveau dem Austausch von Know-how und der Förderung der Akzeptanz offener Speicherarchitekturen, Speichersysteme, Services und Technologien in IT und Business. Der Verband ist gemeinnützig und herstellerneutral und wird von seinen Mitgliedern geführt. Derzeit sind in der SNIA Europe über 80 Hersteller, Fachhändler und Endanwender organisiert.
Quelle: computerwoche.de


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