Seit einigen Tagen sorgt die Vergabe der neuen .de-Kurzdomains für Wirbel. Neben der Vergabepraxis einiger der am meisten nachgefragten Domains lässt auch die Registrierung von umstrittenen Kürzeln aus der Nazi-Vergangenheit die Wellen hochschlagen. So sind im Zuge der Vergabe ss.de, hj.de oder 88.de registriert worden. Zwar sucht man nennenswerten Mehrwert als Inhalt hier noch vergeblich.
Bisher prangt in vielen Fällen eher Werbung auf den zugehörigen Seiten. Trotz allem bzw. gerade deswegen stellt sich die Frage, ob in einem Land wie Deutschland mit der entsprechenden Vergangenheit überhaupt mit diesen Begriffen geworben werden kann oder darf. Bestes Beispiel ist die Domain kz.de. Hier hat ein Domainhändler Werbung geparkt und kz.de zur Versteigerung ausgeschrieben.
In den Augen vieler Experten nur eines der schlimmsten Szenarien. Einzig die Verwendung der umstrittenen Domains durch Rechtsextreme dürfte den Verantwortlichen noch mehr Kopfzerbrechen bereiten. Ob die Adressen auch weiterhin frei genutzt werden könne, wird sich letztendlich an den Inhalten entscheiden. |