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Neue Domains in allen Zeichensätzen und Sprachen beschlossen


01.11.2009
Bei einem Treffen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul stimmte die ICANN der Einführung von Domain-Namen in Nicht-lateinischer Schrift zu. Die Einführung von chinesischen, kyrillischen, arabischen oder griechischen Domain-Namen gilt als die größte technische Änderung für das Internet seit der Erfindung vor 40 Jahren, sagte auch der Vorsitzende des ICANN-Verwaltungsrats, Peter Dengate Thrush. Er nannte die Neuerung “eine fantastisch komplizierte technische Angelegenheit”.

Während die neuen Endungen von Russland bis Korea begeistert aufgenommen werden, sind viele internationale Unternehmen skeptisch. «Markenrechtsinhaber befürchten, dass sie großen Aufwand betreiben müssen, um ihre Domains zu registrieren und zu schützen», sagt Experte Keller.

Zwar haben einige Medien die Informationen so dargelegt, als könne man ab November bereits die neuen Domains registrieren, aber eigentlich ist es eher so, dass ab dem 16. November die Möglichkeit besteht sich als zuständige Registrie bei der ICANN anzumelden. Eine entsprechende Prüfung einer IDN-ccTLD im Schnellverfahren durch die ICANN kostet den Antragsteller 26.000 US-Dollar (Noch nicht endgültiger Stand der Kostennote vom 30. September) und er muss die Unterstützung durch seine Regierung und die lokale ISP-Gemeinde nachweisen können.

Die ersten “neuen” Adressen sollen dann Mitte 2010 freigeschaltet werden können.

In Deutschland ist es noch fraglich wie viele Provider die volle Palette der Sonderzeichen in Domainnamen zur Verfügung stellen werden und vor allem, mit welchen Pannen zu rechnen ist. Server, Mailserver, Scripte, Formulare, nichts ist wirklich auf so etwas ausgelegt, nicht einmal der Mensch.

Man stelle sich vor der Kunde ruft beim Support an wegen einem Technischen oder Buchhaltungs-Problem. Der Mitarbeiter vom Support fragt dann nach nach dem Domainnamen um den es geht … wie wird die Antwort dann am Telefon wohl klingen ?

Und Formulare bearbeiten ? Es ist schon so oft eine Kunst die Handschrift des einen oder anderen Domainhabers auf Änderungsformularen zu entziffern und zu erraten, aber bei Chinesischen Zeichen hört die Kunst des Interpretierens dann wohl auf, tippen kann man es mit einer hier üblichen Tastatur dann auch nicht mehr.

Ich bin mal gespannt wie diese Geschichte sich von den Domain Registraren zum nächsten Goldrausch missbrauchen lässt und welche Pannen da auf uns zukommen.
Quelle: webwork-magazin.net


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