Für kleine, so genannte »Microserver« will Intel einen Standard definieren. Insbesondere Webhoster dürften sich laut Intel für die kompakten Systeme interessieren.
Auf dem IDF in diesem Herbst hatte Intel das Konzept seiner Microserver erstmals vorgestellt (siehe »Server-Xeon mit 30 Watt, Jasper Forest & Sicherheit«). Nun will der Chipriese dafür einen frei verfügbaren Standard definieren, den er auf dem Server System Infrastructure Forum (SSI) gegen Jahresende vorstellt. Laut Jason Waxman, dem General Manager der »High Density Computing Group« von Intel, werden die Mitglieder des SSI das Konzept künftig kostenlos übernehmen können, dies hat Waxman gegenüber Cnet erklärt.
Das Einsatzgebiet eines solchen Servers ist laut Waxman klar umrissen: Vor allem Webhoster dürften sich für die Maschinen interessieren. »Für den Webhoster am unteren Leistungsende, dessen Server voll ausskaliert sind«, so Waxman, »können wir genug Leistung bei geringem Stromverbrauch bieten«. Beim Hosting von Sites mit vergleichsweise niedrigem Traffic schlage vor allem die geringe Stromaufnahme im Leerlaufbetrieb zu Buche. Trotzdem sollen die Microserver schnell antworten, wenn eine Seite aufgerufen wird. Vorerst peilt Intel eine Obergrenze von 30 Watt an; später im Jahr 2010 soll ein Microserver inklusive RAM und 2,5-Zoll-Festplatte im Leerlauf nicht mehr als 25 Watt aufnehmen. Basis der kleinen Server werden zunächst Nehalem- beziehungsweise Lynnfield-Quadcores mit einer Taktfrequenz von 1,86 GHz sein, später will Intel Dual-Cores der Clarkdale-Reihe einsetzen. |