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Mandriva Linux 2010.0 erschienen


05.11.2009
Neue Version mit aktuellen Desktops und Programmen

Die neue Version 2010.0 der Distribution aus der französischen Mandriva-Schmiede bringt neben den neuen Desktops Gnome 2.28.1 und KDE 4.3.2 auch einen neuen Start-Splash und eine komplett neue Sicherheitsumgebung.

Mandriva 2010.0 kommt wie üblich in vier Varianten zum Download: Die kostenlose One Edition besteht aus einer installierbaren Live-CD, die entweder mit dem Gnome- oder dem KDE-Desktop ausgestattet ist und proprietäre Treiber mitbringt. Beide Versionen der Live-CD gibt es wiederum in mehreren Varianten mit verschiedenen Sprachen. Die kostenpflichtige Powerpack Edition bringt zusätzlich noch proprietäre Software mit, etwa das Fluendo-Codec Pack für das Abspielen von MP3-Dateien und verschlüsselten Video-DVDs. Samt Support für ein Jahr kostet die Powerpack Edition 69 Euro. Außerdem bietet Mandriva noch die Free-Version als herunterladbare DVD an, in der sämtliche proprietäre Software fehlt.

Mandriva-Entwickler haben den Kernel 2.6.31 samt X.Org-7.5-Treiber und X.Org-X-Server 1.6.5 in die Distribution eingebaut. Zusammen mit den im Kernel enthaltenen Kernel Mode Settings (KSM) laufen Grafikkarten mit Intel- und ATI/AMD-Chipsätzen vor allem im 3D-Modus schneller und das Flackern beim Start der grafischen Oberfläche fällt weg. Zusätzlich bringt das neue Mandriva auch Treiber mit 2D- und 3D-Unterstützung für den neuen Poulsbo-Chipsatz von Intel mit. Allerdings benötigt der Treiber proprietäre Firmware und funktioniert daher nur in den Ausgaben "One" und "Powerpack".

Der Startbildschirm Splashy wurde durch Plymouth, unter Gnome das Chatprogramm Pidgin durch Empathy ersetzt. Mit dabei sind Openoffice.org in der Version 3.1.1 und Firefox 3.5. Unter KDE laufen Amarok 2.2 und KOffice 2.0.82. Das bisher unter dem Namen Elisa bekannte Media Center wurde in Moovida umgetauft. Für die Installation auf Netbooks bietet Mandriva die komplette Moblin-Umgebung.

Neues Sicherheitsframework

Neu ist das Tomoyo-Sicherheitsframework, das AppArmor ablöst. Die Funktionsweise ist ähnlich: Tomoyo nutzt festgelegte Verhaltensweisen für Prozesse, die zugelassen werden. Was nicht festgelegt ist, verhindert Tomoyo. In der Mandriva ist nun auch ein grafisches Konfigurationswerkzeug für Tomoyo enthalten.

Für Entwickler steht Python 3 zur Verfügung, allerdings bleibt aus Kompatibilitätsgründen die Version 2.6 der Standard. PHP wurde auf die Version 5.3.0 gehievt, der Apache-Webserver liegt in der Version 2.2.12 vor und wurde um den nativen Upstream-SNI-Support erweitert. Die Versionsnummer des Druckerservers Cups erhöht sich auf die Version 1.4.

Mit dem erweiterten Updatetool Mdkonline können Anwender nun das Einspielen von Updates zeitlich steuern. Außerdem erkundigt sich das Kernel Updates Management beim Benutzer zunächst, ob ein neuer Kernel eingespielt werden soll und löscht ältere Kernel-Versionen automatisch.

Mandriva bietet auch eine Enterprise-Server-Edition, die mit 299 Euro zu Buche schlägt. Damit erhält der Käufer auch ein Jahr lang kostenlosen Support. Auf der Downloadwebseite der Serveredition soll in naher Zukunft auch ein Vmware-Image zum Download angeboten werden, das allerdings ohne Support und Updates auskommen muss.
Quelle: golem.de


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