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Wie Oracle mit Sun-Software umgehen will


30.10.2009
Oracle veröffentlicht in einer Art Absichtserklärung seine Pläne für die Software von Sun, darunter wichtige Open-Source-Produkte (NetBeans, Open Office, MySQL, ...). Verbindlich sind die Aussagen von Oracle aber nicht.

Die geplante Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle wirft bei vielen CIOs und IT-Strategen Fragen auf, denn niemand baut gerne seine Lösungen auf Technologien auf, die keine Zukunft haben. Und je länger sich das Übernahmeprozedere wegen der vertieften Untersuchung des Deals durch die EU-Antikartellbehörden hinzieht, desto grösser werden diese Unsicherheiten.

Oracle versucht den Unsicherheiten mit viel Kommunikation entgegenzuwirken. So veröffentlichte der Konzern diese Woche detaillierte "FAQs" (frequently asked questions), worin die Pläne bezüglich den Sun-Produkten beschrieben werden. Ein Blick darauf lohnt sich für alle, die bisher Sun-Software einsetzen.

Sun Identity Management soll Teil der 'Fusion' Middleware von Oracle werden

Eines der auch in der Schweiz recht erfolgreichen Software-Pakete von Sun ist dasjenige für Identity Management. Sie sollen gemäss Oracle in deren Middleware-Produktfamilie 'Fusion' integriert werden. Suns Software-Suite für Identity Management und Oracles IdM-Lösungen hätten komplementäre Stärken und die Kombination der beiden würde von erhöhten Entwicklungsaufwänden profitieren. Oracle macht damit aber noch keine genauen Aussagen zu den einzelnen Lösungen innerhalb der umfangreichen Software-Familie von Sun.

MySQL, Open Office, NetBeans… alles wird weiterentwickelt
Oracle verspricht nicht nur, die erfolgreiche Open-Source-Datenbank MySQL weiterzuentwickeln und zu vertreiben, sondern sogar, die Investitionen in MySQL zu erhöhen. MySQL werde dem Oracle Datenbank-Portfolio hinzugefügt, wo ja schon die Open-Source-DB Berkeley DB Platz gefunden habe. Oracle vertreibe MySQL bereits als Teil von Enterprise Linux.

Auch die kostenlose Bürosoftware Open Office soll weiterhin im Open-Source-Modell entwickelt und vertrieben werden, verspricht Oracle. Wie bisher können Grosskunden den Support für Open Office auch abonnieren.

Auch die 'NetBeans' Entwicklungswerkzeuge von Sun sollen weiterleben. Oracle betrachte zwar das eigene 'JDeveloper' als das strategische Entwicklungswerkzeug, doch sollen Programmierer weiterhin zwischen 'JDeveloper', 'Enterprise Pack for Eclipse' und eben 'NetBeans' wählen können.

Es wird sich lohnen, Oracles Bekenntnisse zur Sun-Software herunterzuladen und ein paar Jahre aufzubewahren… (Christoph Hugenschmidt)
Quelle: inside-it.ch


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