Die deutsche Registrierungsstelle Denic hat erstmals Internetadressen vergeben, deren Namen im Dritten Reich als Abkürzungen verwendet wurden. Dazu zählen kz.de und ss.de.
«Wir haben uns für eine Freigabe entschieden, da die Begriffe als solches nicht rechtswidrig sind, sondern in Kombination mit entsprechenden Inhalten durchaus der Aufklärung dienen können», sagt Denic-Vorstand Sabine Dolderer gegenüber Focus.de.
Die Inhaber der Domains sind nach Angaben von Denic kommerzielle Anbieter, die gegenüber Focus.de rechtsextreme Absichten von sich weisen. Nach Angaben des News-Portals wurde kz.de von einer Gastronomiegesellschaft aus Norddeutschland registriert, die die Adresse für eine Ferienvermittlung verwenden will. Für ss.de ist demnach ein Shopping-Angebot geplant.
In Deutschland können Nutzer seit zwei Wochen .de-Domains mit nur einer oder zwei Stellen registrieren. Innerhalb der vergangenen zwölf Jahre wurden von ihr mehr als 13 Millionen Domains registriert. |