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8 Leitsätze für gute Webhoster

18.11.2009
Viele Kunden sehen sich heute mit der Aufgabe konfrontiert, die Funktionalität und Performance ihrer Website steigern zu müssen. Oft können sie dabei jedoch nicht automatisch auch ihr IT-Team und die erforderliche IT-Infrastruktur entsprechend anpassen. Eine interessante Alternative bietet eine Lösung, die Managed Virtual Private Server (Managed VPS) nutzt. Sie enthält nahezu das gleiche Leistungsspektrum wie eine dedizierte Server-Hosting-Umgebung, aber zu einem Preis, der eher mit Shared-Hosting-Lösungen vergleichbar ist.

Worauf muss aber ein Webhoster konkret achten, wenn er eine derartige Managed-VPS-Lösung betreiben möchte? Wie eine State-of-the-Art-Lösung im Bereich Managed Virtual Private Server aussehen sollte, das hat Verio in acht Leitsätzen zusammengefasst.

1. Schnelle Implementierung und regelmäßige Updates/Patches

Der Provider muss die Konfiguration der Hardware und Installation der erforderlichen Software für die Dienste auf dem VPS übernehmen. Das betrifft zum Beispiel das Betriebs- und Dateisystem, aber auch Services und Protokolle wie POP, IMAP, SMTP, SSH oder FTP. Mit einem Managed VPS sollte der Anwender sofort loslegen können - ohne dass spezielle Konfigurationen für die Kernservices erforderlich wären.

Natürlich gehört bei einem Managed VPS auch die laufende Aktualisierung der Kernservices zu den zentralen Aufgaben des Providers. Das betrifft Updates und Patches ebenso wie Betriebssystem-Optimierungen, um die Performance auf dem VPS kontinuierlich zu verbessern.

2. Sicherheit

Der Web-Hoster muss über ein Hochsicherheits-Rechenzentrum verfügen, das eine redundante, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Brandschutztüren sowie mehrere Sicherheitsstufen bei der Zugangskontrolle bietet. Nur so ist ein zuverlässiger Schutz aller Informationen - zum Beispiel auch der Kundendaten - vor Verlust, Diebstahl, Feuer oder Wasserschäden gegeben. Darauf sollten Anwender aus Datenschutzgründen unbedingt achten.

3. Applikationsbibliothek

Von Vorteil ist es, wenn der Web-Hoster seinen Kunden auch eine Auswahl an vorkonfigurierten Softwarepaketen für die VPS-Umgebung anbietet. Die Applikationen können so mit wenigen Konfigurationsoptionen einfach installiert werden. Sinnvolle Applikationen und Programme sind zum Beispiel MySQL, PHP, ClamAV, SpamAssassin, Java, Python, WordPress oder Zope.

4. Permanente Serverüberwachung

Seine Server muss der Provider rund um die Uhr überwachen. Hierbei sollten auf jeden Fall auf Bereiche wie verwendeter Speicherplatz, CPU, Swap, Disk I/O, Bandbreite und Netzwerk-Traffic Obacht geben.

5. Mehrfach redundantes Daten-Backup

Der Provider muss ein mehrstufiges Daten-Backup im Bereich Managed VPS durchführen. So sollte die Hauptfestplatte des Managed VPS permanent auf eine zweite Platte gespiegelt werden (RAID). Zusätzlichen Schutz bietet die kontinuierliche Sicherung auf ein drittes Laufwerk im gleichen Server. Schließlich ist es unabdingbar, den gesamten Kunden-Account in regelmäßigen Abständen auch auf Tape zu sichern.

6. Nameserver-Verwaltung

Für jeden Managed Virtual Private Server (VPS) sollte der Hosting-Anbieter einen lokalen Caching-Nameserver vorhalten. Der Anwender muss sich dann auch über eine DNS-Auflösung keine Gedanken machen.

7. Virtueller Remote Reboot für Managed VPS

Ein zentraler Vorteil ist es, wenn die Möglichkeit eines virtuellen Remote Reboot besteht. Damit kann man den Neustart des Servers simulieren. Der Vorgang beendet alle Prozesse und startet dann die Services und Prozesse in der gleichen Form, wie dies auf einem physikalischen Server nach einem Reboot erfolgen würde.

8. Administrative Tools

Idealerweise bietet der Web-Hosting-Anbieter verschiedene Tools für die wichtigsten Aufgaben von Systemadministratoren an, so zum Beispiel für die Konfiguration von E-Mail- und User-Accounts, die Erstellung von Subhosts oder die Überwachung der Speicherplatz-Nutzung.

Holger Gerlach, SME Director Sales and Marketing bei Verio, betont: "Ein VPS ermöglicht, die Vorteile der Flexibilität eines physischen Servers mit den niedrigeren Kosten einer Shared-Hosting-Lösung zu verbinden. Entscheidend ist aber, dass das Hosting-Angebot des Providers im Hinblick auf das konkrete Leistungsspektrum und vor allem auch die Skalierbarkeit den Kundenwünschen entspricht. Wichtig ist hier, dass nicht nur Speicherplatz und Rechenleistung zur Verfügung gestellt werden, sondern dass auch Monitoring, Backup und Sicherheitspatches zum Standardleistungsumfang gehören. Ansonsten wird der Kostenvorteil durch anfallenden Wartungsaufwand wieder zunichte gemacht." (rw)
Quelle: channelpartner.de


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