Der globale Servermarkt hat sich im dritten Quartal 2009 "stabilisiert". Für Serveranbieter ein gutes Zeichen - wenn auch auf niedrigem Niveau. Mit insgesamt 10,7 Milliarden Dollar Umsatz lagen die Einnahmen um 15,5 Prozent unter denen des Vergleichsquartals 2008, eruierten die Marktforscher von Gartner. Ihrer Meinung nach sei dies als Zeichen der Stabilisation des Marktes zu werten. "Man muss die Abnahme perspektivisch betrachten", schlägt Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt vor. Immerhin habe der Markt im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 um mehr als zehn Prozent zugenommen.
Den Angaben der Analysten zufolge verkauften die Serveranbieter insgesamt 1.9 Millionen Stück: Zum Vergleich: im entsprechenden Quartal des Vorjahres wechselten noch 2.3 Millionen Server den Besitzer. Nach Stückzahlen betrachtet, bleibt HP weiterhin unangefochtener Spitzenreiter. Dahinter rangieren der Reihe nach Dell, IBM, Fujitsu und Sun. Sun verzeichnete mit einem Minus von 38 Prozent einen neuen, wenig erfreulichen Negativrekord. Hier warten offensichtlich die Anwenderfirmen noch darauf, zu welcher Hardware-Roadmap sich die neue Oracle-Tochter entschliessen wird. Nach Einnahmen betrachtet rangiert IBM wie gehabt vor HP, Dell, Sun und Fujitsu.
Dass Sun mit einem Minus von 32 Prozent auch die höchsten Umsatzverluste hinnehmen musste, ist aufgrund des Stückzahldebakels eine logische Konsequenz. Diesem Umstand zum Trotz ist aber Sun stückzahlmässig der grösste Anbieter von Unix-Servern geblieben. Nach Umsätzen gerechnet allerdings mussten die Sonnenkönige nicht nur HP passieren lassen sondern auch IBM. Insgesamt wurden mit Unix-Servern 2,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet, was einem Minus von .21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Die Umsätze aller Anbieter mit x86-Servern erreichten 6,3 Milliarden Dollar. Hier fiel das Minus mit 11,4 Prozent vergleichsweise moderat aus. HP behauptete sich auch in diesem Bereich als Marktführer vor Dell, IBM, Fujitsu und NEC. |