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Nehalem plus Hyper-V ergibt Bluescreen


17.12.2009
Wer Hyper-V auf Nehalem-CPUs einsetzt, muss mit häufigen Bluescreens rechnen. Schuld ist ein Fehler im APIC-Timer der hochmodernen CPUs. Bei der Lösung des Problems machen weder Intel noch Microsoft einen guten Eindruck.

Anwender von Nehalem-System, die Microsofts Virtualisierungstechnologie Hyper-V unter Windows Server 2008 R2 einsetzen, bekommen derzeit so häufig einen Bluescreen zu sehen, wie sie es seit Windows 95 nicht mehr gewohnt sind. Das ist insofern besonders ärgerlich, da die Kombination aus Nehalem und Hyper-V besonders oft in Serversystemen eingesetzt werden, bei denen mehrere Ausfälle pro Tag nicht hinnehmbar sind.

Die Fehlermeldung lautet "0x00000101 - CLOCK_WATCHDOG_TIMEOUT". Nahezu alle Nehalem-Systeme können von diesem Fehler betroffen sein. ZDNet hat verschiedene Systeme getestet. Auf einigen lässt sich der Fehler überhaupt nicht reproduzieren, andere stürzen regelmäßig ab.

Ursache dieses Problems ist ein von Intel dokumentierter Bug, den der Hersteller wie üblich "Erratum" nennt. In der Spezifikation der Xeon-5500-Serie (PDF) ist dieser Bug unter der Bezeichnung AAK119 aufgelistet. Andere Nehalem-Prozessoren listen denselben Bug unter anderen Namen auf.

Im Wesentlichen geht es darum, dass der APIC-Timer Interrupts generiert, obwohl er das gemäß seiner Programmierung nicht tun sollte. Laut Intel-Dokumentation passiert das, wenn ein Core aus dem C6-Powerstate aufwacht. Microsoft scheint das Verhalten auch beim Powerstate C3 beobachtet zu haben, da eine der Empfehlungen lautet, als "Workaround" die Energiezustände C3 und C6 abzuschalten.

Intel schreibt weiter, dass bestimmte "komplexe" Bedingungen erfüllt sein müssen, damit der Bug auftritt. Außerdem sei Intel keine kommerzielle Software bekannt, die von diesem Bug betroffen sei. Dazu kann man nur feststellen, dass Intel offensichtlich keinen Überblick über den Softwaremarkt hat, wenn es die Virtualisierungslösung des größten Softwareherstellers der Welt nicht kennt.
Quelle: zdnet


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