Hoffnungen gibt es viele: das Jahresendgeschäft, neue Betriebssysteme, neue Anwenderprogramme, neue Chips. Das lässt weite Teile der Computerbranche derzeit sehr optimistisch auftreten - und sie haben einigen Grund dazu: Denn das Jahr hört besser auf, als es begann. Nach den Umsatzeinbrüchen in den ersten Monaten kehrten die meisten Hersteller von Personalcomputern (PC) zu einem recht ordentlichen Wachstum im dritten Quartal zurück. Für das vierte Quartal deutet alles auf eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Im kommenden Jahr soll es dann von Anfang an bergauf gehen. Nach Angaben der Marktforscher von IDC wurden in diesem Jahr 291 Millionen Computer verkauft, etwas mehr als im Vorjahr. Im kommenden Jahr sollen 320 Millionen Rechner verkauft werden. Und der Aufschwung wird der Prognose zufolge anhalten. So könnten 2012 erstmals 400 Millionen PC im Jahr verkauft sein. Jerry Shen, Präsident der taiwanischen Asus-Gruppe, blickt eigenen Worten nach mit hohen Erwartungen auf die kommenden zwölf Monate. Michael Dell, Chef des gleichnamigen amerikanischen Technologiekonzerns, sieht den Aufschwung Mitte 2010 anziehen.
Vor dem Hintergrund der sich entschärfenden Weltwirtschaftskrise griffen die Kunden bereits im Weihnachtsgeschäft wieder kräftig zu. Einerseits brachte Microsoft mit Windows 7 gerade ein neues Betriebssystem auf die Weltmärkte. Andererseits legen Intel und AMD neue Prozessoren vor, die Computer schneller und leistungsfähiger als bisher machen. Darüber hinaus haben Hewlett-Packard, Acer, Dell und Lenovo ihre Produktpipeline gut gefüllt. Apple punktet mit seiner Nobelmarke und könnte im kommenden Jahr den lange erwarteten Tablet-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm und ohne herkömmliche Tastatur herausbringen. Der Internet-Riese Google dürfte den Schritt ins Hardwaregeschäft wagen und ein Gerät mit seinem Betriebssystem Chrom in die Verkaufsregale stellen, das ganz auf das Netz setzt. |